Der neue Mitsubishi Grandis ist kein Re-Import aus der Vergangenheit, sondern ein modernes Kompakt-SUV mit Familiengenen und klarer Handschrift. Seine Front trägt das markante Mitsubishi Gesicht mit LED Scheinwerfern und auffälligen Tagfahrlichtern, die Silhouette wirkt dynamisch und europäisch. Das Heck zeigt eine eigene Rückleuchten-Signatur und ein stimmiges Design, das sich bewusst vom französischen Technikspender absetzt. Nur die schwarze Haifischflosse und der außenliegende Heckwischer hätten gern eleganter integriert sein dürfen. Insgesamt aber präsentiert sich der Grandis frisch, modern und eindeutig Mitsubishi.
Wann kommt der Grandis und was kostet er?
Der neue Grandis rollt ab November 2025 zu den Händlern. Die Preise starten bei 29.990 Euro. Die Topversion mit Vollhybridantrieb und Diamond-Top-Ausstattung kostet ab 40.890 Euro. Besonders interessant ist die Garantiepolitik. Mitsubishi gewährt 5 Jahre Herstellergarantie, die sich bei regelmäßiger Wartung auf bis zu 8 Jahre verlängern lässt. Das ist ein starkes Argument im Wettbewerb der Kompakt-SUVs.
Welche Antriebe stehen zur Wahl?
Der Mitsubishi Grandis bietet zwei Antriebsvarianten:
Der Mildhybrid nutzt einen 1,3-Liter-Turbobenziner mit 103 kW (140 PS) und 240 Nm Drehmoment. Unterstützt wird er von einem Riemenstartergenerator, der für sanfte Starts sorgt und beim Anfahren leicht unterstützt. Der Verbrauch liegt laut Hersteller bei rund 5,9 bis 6,1 Litern pro 100 Kilometer, die CO₂-Emission bei etwa 134 g pro Kilometer. Geschaltet wird wahlweise manuell mit 6 Gängen oder über ein 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe. Der Sprint von 0 auf 100 gelingt in 9,4 Sekunden.
Der Vollhybrid kombiniert einen 1,8-Liter-Benziner mit zwei Elektromotoren zu einer Systemleistung von 116 kW (158 PS). Die kleine Traktionsbatterie fasst 1,4 kWh und ermöglicht im Stadtverkehr bis zu 80 Prozent rein elektrisches Fahren. Das System entscheidet selbstständig, wann der Benziner pausiert. Der kombinierte Verbrauch liegt bei 4,3 bis 4,4 Litern, die CO₂-Emissionen bei 99 bis 100 g pro Kilometer. Gefahren wird hier immer mit einer Multimode-Automatik.
Mitsubishi Grandis Fotos


















Wie fährt sich der Grandis im Alltag?
Der Grandis zeigt sich auf der Straße als ruhiger, souveräner Begleiter. Besonders der Vollhybrid überzeugt mit leiser Laufkultur und geschmeidigen Übergängen zwischen Benzin- und E-Antrieb. Beim Anfahren und Rangieren gleitet das Fahrzeug elektrisch, beim Beschleunigen auf der Autobahn arbeitet der Verbrenner spürbar, aber nie unangenehm. Im Messwertvergleich lagen die Innengeräusche bei 63 bis 64 dB bei 50 bis 70 km/h und bei rund 68 bis 70 dB bei 100 km/h. Das Fahrwerk ist straff-komfortabel abgestimmt, federt sauber, ohne schwammig zu wirken. Ein Auto, das lieber cruised als hetzt.
Welche Fahrmodi bietet der Grandis?
Der Mitsubishi Grandis passt sich mit vier unterschiedlichen Fahrmodi flexibel an die jeweilige Fahrsituation und den persönlichen Stil an.
Im Eco Modus steht alles im Zeichen von Effizienz. Die Gasannahme wird sanfter, die Schaltpunkte werden früher gesetzt und die Leistung der Klimaanlage reduziert. Das Ergebnis ist ein ruhiger, gleichmäßiger Fahrstil mit spürbar niedrigerem Verbrauch. Besonders im Stadtverkehr oder auf langen Etappen spielt dieser Modus seine Stärken aus, wenn Reichweite und Sparsamkeit im Vordergrund stehen.
Der Comfort Modus richtet sich an alle, die Wert auf entspanntes Reisen legen. Lenkung und Antrieb reagieren harmonisch, Unebenheiten werden sauber ausgeglichen. Gerade im täglichen Pendelverkehr oder auf langen Fahrten sorgt dieser Modus für ein angenehm ausgewogenes Fahrgefühl.
Im Sport Modus zeigt der Grandis seine dynamische Seite. Lenkung und Ansprechverhalten werden direkter, das Fahrzeug reagiert spürbar agiler und lebendiger. Wer auf kurvigen Straßen unterwegs ist oder einfach mehr Fahrspaß erleben möchte, bekommt hier das passende Setup.
Und schließlich gibt es den Perso Modus. Hier lassen sich alle wichtigen Parameter individuell einstellen. Ob sportlich, komfortabel oder besonders sparsam, der Fahrer bestimmt selbst, wie sich der Grandis anfühlen soll. Diese Flexibilität macht den Grandis zu einem vielseitigen Begleiter, der in jeder Situation den richtigen Charakter zeigt.
Damit lässt sich der Grandis auf Wunsch von sparsam bis sportlich konfigurieren.
Wie präsentiert sich das Interieur?
Der Innenraum ist modern gestaltet, aufgeräumt und ergonomisch durchdacht. Das digitale Kombiinstrument lässt sich je nach Variante individuell anpassen, in höheren Linien werden Navigationsdaten direkt im Display angezeigt. Das Zentraldisplay reagiert flott und basiert auf Google-Software mit integriertem Play-Store und Google Assistant. Android Auto und Apple CarPlay funktionieren kabellos. Die Klimabedienung bleibt haptisch mit echten Tasten – ein Pluspunkt.
Kritik verdient das kleine Ablagefach vor dem Schalthebel, in das große Smartphones kaum passen, und das Panoramadach ohne Verdunkelungsrollo. Die Sitze sind bequem, bieten guten Seitenhalt und lange Sitzflächen. Optional gibt es Lederbezüge, die im Sommer allerdings etwas warm werden. Das optionale Harman-Kardon-Soundsystem überzeugt mit klarer Wiedergabe, könnte aber mehr Bassdruck bieten.
Wie viel Platz bietet der Grandis?
Mit 4,41 Metern Länge, 2,00 Metern Breite und 1,57 Metern Höhe bietet der Grandis ein großzügiges Platzangebot. Vorn finden selbst große Fahrer eine entspannte Sitzposition. Hinten bleibt ausreichend Beinfreiheit, auch wenn der Vordersitz weit hinten steht. Insgesamt gibt es drei Isofix-Positionen, zwei hinten und eine vorne auf dem Beifahrersitz.
Der Kofferraum fasst 708 bis 1.682 Liter, ist sauber mit Filz verkleidet und durchdacht organisiert. Es gibt Haken für Taschen, einen doppelten Ladeboden und eine Hutablage, die beim Öffnen automatisch mit nach oben schwingt. Die Rücksitzlehnen lassen sich im Verhältnis 40 zu 60 umlegen, eine Durchreiche fehlt. Die geschätzte gebremste Anhängelast liegt bei 1,2 Tonnen, die Stützlast bei 75 Kilogramm, die Dachlast bei 80 Kilogramm.
Welche Assistenzsysteme sind an Bord?
Schon die Basisversion bietet einen Spurhalteassistenten, einen Aufmerksamkeitswarner, einen Notfalllenkassistenten, Parksensoren und eine Rückfahrkamera. Höhere Linien erweitern das Paket um 360-Grad-Kameras, Parkassistent und den vorausschauenden Abstandsregeltempomaten Mi-Pilot. Wichtig ist die Getriebewahl. Adaptive Systeme wie der Mi-Pilot oder die Einparkautomatik gibt es nur mit Doppelkupplung oder Automatik. Die Rückfahrkamera arbeitet zuverlässig, könnte aber eine höhere Auflösung haben.
Welche Ausstattungslinien gibt es?
Diamond ist die Basis ab 29.990 Euro. Schon hier gibt es LED-Scheinwerfer, Sitzheizung vorn, Smartkey, Rückfahrkamera, manuelle Klimaanlage, ein 7-Zoll-Display und Smartphone-Integration.
Diamond Plus startet bei 32.990 Euro mit Doppelkupplung. Klimaautomatik, 10,25-Zoll-Display, induktives Laden, Regensensor und USB-C-Anschlüsse im Fond kommen hinzu.
Intro Edition ab 36.490 Euro bringt 360-Grad-Kamera, elektrische Heckklappe und Google Build-in mit.
Diamond Top ab 40.890 Euro kombiniert Leder, Panorama-Glasdach, Harman-Kardon-Sound, Parkassistent und Totwinkelwarner.
Insgesamt stehen fünf Farben zur Auswahl: Royal-Blau, Onyx-Schwarz, Aurora-Rot, Himalaya-Weiß und Anthrazit-Grau.
Mitsubishi Grandis Fahrbericht und Kaufberatung
Worin unterscheidet sich der Grandis vom französischen Technikspender?
Technisch teilt er sich die Basis mit einem bekannten französischen Modell, doch Mitsubishi hat ihm einen eigenen Charakter gegeben. Design, Abstimmung und vor allem die lange Garantie setzen ihn ab. Auch die klare Kopplung wichtiger Assistenten an die Automatikversionen zeigt, dass Mitsubishi hier bewusst priorisiert.
Wo liegen die Schwächen und was gelingt besonders gut?
Kritikpunkte sind die harten Kunststoffe an den Fondtüren, die fehlende Mittelarmlehne hinten, das unrollbare Panoramadach und die nur durchschnittliche Kameraauflösung. Gelungen sind Platzangebot, Sitzkomfort, Bedienkonzept, Geräuschdämmung, Google-Integration und Garantieumfang. Der Grandis überzeugt mit ruhigem Fahrverhalten, effizientem Antrieb und logischem Bedienaufbau.
Für wen eignet sich der Grandis?
Für Familien, Pendler und pragmatische Fahrer, die ein modernes, sparsames Auto suchen, das weder Kabel noch Kompromisse verlangt. Der Mildhybrid mit Doppelkupplung ist ideal für klassische Autofahrer mit Assistenzkomfort. Der Vollhybrid ist der leise Gleiter für Stadt, Umland und längere Etappen.
Wie lautet unser Testurteil?
Der Mitsubishi Grandis ist das, was viele suchen: ein modernes Alltagsauto mit viel Raum, cleverer Technik und langer Garantie. Er ist kein Dynamikwunder, aber ein souveräner Begleiter mit Charme, Komfort und gutem Gewissen. Wer ein zuverlässiges Familienauto mit moderner Vernetzung und überschaubarem Verbrauch sucht, sollte ihn fahren. Mehr Auto braucht man im Alltag kaum. Ihr interessiert euch für den vollelektrischen Mitsubishi Eclipse Cross? Den haben wir drüben auf einfach elektrisch für euch getestet!





