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Behind the Scenes: Formel E Berlin 2026

2026 Formel E Berlin

Berlin wird einmal im Jahr zum Zentrum des elektrischen Motorsports. Auf dem Tempelhofer Feld, dort wo früher Flugzeuge gestartet und gelandet sind, zeigt die Formel E, wie sich Elektromobilität unter extremen Bedingungen weiterentwickelt.

Es wird schnell klar, dass es bei der Formel E um weit mehr geht als um ein Rennen. Es ist ein rollendes Entwicklungslabor für die Serienfahrzeuge von morgen und wir nehmen euch in unserem Video nun mit nach Berlin zur diesjährigen Formel E Veranstaltung.

2026 Formel E Berlin Video

Wie funktioniert denn so ein Formel E Fahrzeug?

Ein moderner Formel E Rennwagen kombiniert hohe Leistung mit maximaler Effizienz. Während klassische Rennserien lange Zeit vor allem auf reine Motorleistung gesetzt haben, steht hier ein anderer Faktor im Mittelpunkt: das Energiemanagement.

Ein zentraler Begriff ist die Rekuperation. Dabei wird beim Bremsen Energie zurückgewonnen und wieder in die Batterie eingespeist. Statt Bewegungsenergie ungenutzt als Wärme zu verlieren, wird sie erneut nutzbar gemacht. In der aktuellen Generation stammen rund 60 Prozent der im Rennen eingesetzten Energie genau aus diesem Prozess. Das hat direkte Auswirkungen auf die Fahrweise und die gesamte Strategie.

Die Leistung liegt im Rennbetrieb bei etwa 300 kW, was rund 400 PS entspricht. Über den sogenannten Attack Mode kann kurzfristig zusätzliche Leistung freigeschaltet werden. In diesem Fall stehen weitere 50 kW zur Verfügung, wodurch die Gesamtleistung auf etwa 350 kW steigt. Das sorgt für taktische Möglichkeiten während des Rennens und verändert die Dynamik auf der Strecke.
Besonders beeindruckend ist das Verhältnis von Leistung zu Gewicht. Mit rund 800 Kilogramm sind diese Fahrzeuge leichter als viele Kleinwagen und beschleunigen dennoch in unter zwei Sekunden von 0 auf 100 km/h. Das zeigt eindrucksvoll, welches Potenzial in elektrischen Antrieben steckt.

Warum spielt Effizienz plötzlich die Hauptrolle?

Der größte Unterschied zu klassischen Rennserien liegt im Umgang mit Energie. Während bei Verbrennern oft mit maximalem Verbrauch gefahren wird, ist in der Formel E genau das Gegenteil entscheidend. Wer zu viel Energie verbraucht, hat am Ende keine Chance.

Ein Rennen dauert etwa 45 Minuten und wird mit einem festen Energie-Budget gefahren. Nachladen ist nur sehr eingeschränkt möglich. Mit dem sogenannten Pit Boost kann innerhalb von etwa 30 Sekunden ein kleiner Teil Energie nachgeladen werden. Diese kurze Ladezeit zeigt, welche Ladeleistungen technisch möglich sind.

Für die Fahrer bedeutet das, dass sie permanent vorausschauend fahren müssen. Weniger hartes Bremsen, mehr Nutzung der Rekuperation und eine saubere Linienführung sind entscheidend. Genau diese Herangehensweise kennen viele Fahrer von Elektroautos aus dem Alltag. Effizienz ist kein Nebenthema, sondern ein entscheidender Faktor.

Was bedeutet Powertrain im Detail?

Der Powertrain beschreibt das komplette Antriebssystem eines Fahrzeugs. In der Formel E ist dieser Bereich einer der wenigen, in dem Hersteller eigene Entwicklungen einbringen können. Während viele andere Komponenten standardisiert sind, liegt der Fokus auf Motor, Leistungselektronik und Software.

Ein zentrales Bauteil ist der Inverter. Er wandelt den Gleichstrom aus der Batterie in Wechselstrom für den Elektromotor um und steuert gleichzeitig die Rückgewinnung von Energie. Die Effizienz dieses Bauteils hat großen Einfluss auf die Gesamtleistung des Fahrzeugs.

Noch wichtiger ist die Software. Sie bestimmt, wie die Leistung abgegeben wird, wie stark rekuperiert wird und wie sich das Fahrzeug insgesamt verhält. In der Formel E entsteht hier ein entscheidender Wettbewerbsvorteil. Software wird damit zu einem unsichtbaren, aber extrem wirkungsvollen Performance-Faktor.

Ihr wollt mehr erfahren? Kein Problem! Auf einfachelektrisch.net haben wir ganz ausführlich über das Spektakel berichtet und nehmen euch auch in vielen weiteren Fotos noch mit hinter die Kulissen: klick

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