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Volov EX60 Vorstellung

Volvo EX60

Der XC60 ist nach wie vor Volvos Bestseller. Mit dem Volvo EX60 stellt der Hersteller den Verbrennervarianten jetzt ein rein elektrisch angetriebenes Modell zur Seite. Eine Cross Country-Version des SUV folgt 2027.

von Wolfgang Schäffer

Mit mehr als 23.000 Einheiten führt der XC60 Volvos Verkaufs-Hitparade mit großem Abstand vor allen anderen Modellen an. Auch aus diese Grund wird das SUV der Mittelklasse auch weiterhin als Benziner, Diesel und Plug-in-Hybrid verkauft.  Den EX60 versteht der Hersteller indessen als wichtigen „Eckpfeiler der Elektrifizierungs- und Technikstrategie“ des Unternehmens. Wichtige Punkte dabei sind die 800-Volt-Technologie, die schnelles Laden ermöglicht. Je nach Batteriegröße kann mit 320 oder 370 kW an der Schnellladesäule geladen werden. Einstiegsversion ist der P6 electric mit Heckantrieb, einer Leistung von 275 kW (374 PS) und einer WLTP-Reichweite von bis zu 620 Kilometern. Den Verbrauch gibt Volvo mit 14,7 kWh für 100 Kilometer an.

Volvo EX60 Review von einfach elektrisch

Das DC-Laden von zehn auf 80 Prozent dauert den Angaben zufolge bei optimalen Bedingungen mit 320 kW gerade einmal 18 Minuten, Strom für 305 Kilometer Reichweite sind in zehn Minuten im Akku mit einer Kapazität von netto 80 kWh. Der mit 375 kW (510 PS) über alle vier Räder angetriebene P120 AWD electric soll 15,7 kWh auf der Distanz von 100 Kilometern verbrauchen und bis zu 660 Kilometer weit kommen. Geladen werden kann die 91 kWh-Batterie mit bis zu 370 kW.

Dann dauert es 18 Minuten um den Energiestand der Batterie von zehn auf 80 Prozent zu bringen. In zehn Minuten fließt Energie für 325 Kilometer in den Akku. Das Top-Modell P12 AWD electric mit einer Batterie, die 112 kWh speichern kann, verfügt über eine Leistung von 500 kW (680 PS) und soll bei einem Verbrauch von 16 kWh für 100 Kilometer bis zu 810 Kilometer ohne Ladestopp schaffen. 19 Minuten Wartezeit müssen für das Nachladen von zehn auf 80 Prozent  eingepflanzt werden, in zehn Minuten steht Strom für weitere 340 Kilometer zur Verfügung. Diese Version wird erst Anfang 2027 angeboten.

Fotos Volvo EX60

Soviel zur Antriebstechnik des EX60, der aber auch ansonsten eine Menge zu bieten hat. Anders als bei EX90 und ES90 gehört beim Mittelklasse SUV das Lidar-System auf dem Dach der Vergangenheit an. Stattdessen sind in der Front jetzt Kamera und Radar für kurze und lange Reichweiten sowie für die Seiten verbaut. Zudem gibt es in der Windschutzscheibe eine Weitwinkel-Kamera. Die beiden Außenspiegel haben zusätzlich je eine Nahbereichskamera und am Heck sind ebenfalls eine Kamera und seitliche Radarsysteme installiert. Ultraschallsensoren vorn und hinten dienen der Parkunterstützung. 

In Sachen Sicherheit hat der EX60 jedoch noch eine ganz spezielle Neuerung zu bieten.Volvo spricht von einem Multi-adaptiven Sicherheitsgurt mit mehrstufigen Gurtkraftbegrenzern. Im Klartext bedeutet das ein individuelle Anpassung der Rückhaltekraft der vorderen Sicherheitsgurte. Zwölf unterschiedliche Profile sind dort hinterlegt. Das System erkennt dabei unter anderem, wie schwer und groß die Person ist, die auf dem jeweiligen Sitz angeschnallt ist. Außerdem analysieren Außen- und Innenraumsensoren die Geschwindigkeit, eine mögliche Kollisionsrichtung und die Position der Personen auf den Vordersitzen. Das alles soll in im Notfall den besten Unfallschutz für die Insassen bieten. Weitere Differenzierungen und damit eine Ausweitung der Profile wird es in Zukunft geben. Die können dann per Over-the-Air-Updates aufgespielt werden.

Das Vertrauen in die Technik und die Batterie ist bei Volvo inzwischen so groß, dass die Garantie auf den Akku auf zehn Jahre und 240.000 Kilometer erweitert wird. Vorausgesetzt, der Wagen ist regelmäßig in der Volvo-Fachwerkstatt zum Service.

Optisch übernimmt der Volvo EX60  weitestgehend das Design des XC 60, ist 4,80 Meter lang, inklusive Außenspiegel 2,07 Meter breit und 1,64 Meter hoch. Der Radstand beträgt 2,97 Meter. Auffällig ist das Scheinwerferdesign. Die Tagfahrleuchten von Thors-Hammer sind beim elektrisch angetriebenen  Mittelklasse-SUV an den Seiten sehr wuchtig gezeichnet. Abblend- und Fernlicht liegen darunter. Schick sind die rahmenlosen Türen mit bündiger Verglasung. Aus welchem Grund sich die Designer für die neuen Türgriffe im Flügeldesign entschieden haben, bleibt vermutlich ein Rätsel. Irgendwie wirken die kleinen Flügel jeweils am Ende der Türen merkwürdig. Doch das ist sicherlich ein Frage des Geschmacks. Anders dagegen sieht es mit der Griffigkeit aus. Denn das Öffnen ist auf alle Fälle fingernagelfeindlich. 

Im Innenraum verabschiedet sich Volvo von der bisherigen senkrechten Ausrichtung  des Zentraldisplays. Einzug hält nun ein leicht gebogenes Querformat. Der 15 Zoll große Curved-Touchscreen mit OLED-Technik ist fahrerorientiert. Vor dem Platz am Steuer liegt ein Fahrerdisplay mit einer Größe von 11,4 Zoll. Darauf lässt sich alles bestens erkennen. Spendiert haben die Entwickler dem EX60 auch ein neues Lenkrad mit haptischen Knöpfen. Bei Größe und Form haben sich die Designer sehr am Peugeot-Vorbild orientiert. Wie gehabt bei den elektrischen Modellen von Volvo gibt es leider auch beim EX60 so gut wie keine Tasten und Schalter. In Sachen Sicherheit ist das kein Fortschritt. 

Preislich startet der Volvo EX60, der im  Sommer bei den Händlern steht und bereits jetzt bestellt werden kann, bei 62.990 Euro. Die Top-Version, der P12,  kostet 78.790 Euro. 

Mit diesem Antrieb sowie als P10 wird es im kommenden Jahr auch einen EX60 Cross Country geben. Diese Variante hat dann 20 Millimeter mehr Bodenfreiheit, exklusiv in der Baureihe ein adaptives Luftfahrwerk, Radhausverbreiterungen und Front- und Heckstoßfänger in genarbtem Schwarz.  Weitere Fotos gibt es in der Volvo EX60 Vorstellung von Olli und Steffen drüben auf einfach elektrisch.

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